TIPPS & FRAGEN

Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die Patienten häufig an uns stellen:

Warum müssen Zahnlücken geschlossen werden?

Benachbarte Zähne stützen sich gegenseitig ab. Fehlt ein Zahn, so hat der Nachbarzahn zu wenig Halt. Früher oder später kippt er dann in die Lücke. Es fehlt der Gegenbiss und somit kann auch der jeweilige Gegenzahn im Unter- oder Oberkiefer beeinträchtigt werden. Eine Lücke muss also durch eine Brücke oder ein Implantat geschlossen werden. 

Heiß, kalt, süß, sauer…schmerzempfindliche Zähne?

Beim Genuss von Eis, Kaffee oder Schokolade schmerzt der Kiefer. Diagnose: Schmerzempfindliche Zähne. Verursacht werden sie meist durch Zahnfleischrückgang infolge einer Entzündung oder zu starkem Druck beim Zähneputzen. Eine Abnutzung des Zahnschmelzes kann eine weitere Folge sein. So werden mikroskopisch kleine Kanälchen freigelegt, mit denen das Zahnbein (Dentin) durchzogen ist. Durch diese werden Reize wie heiß, kalt, süß oder sauer an den Zahnnerv weitergeleitet. Das schmerzt bei der Zahnpflege und führt oft zur Vernachlässigung der Mundhygiene. Dadurch kommt es zu weiteren Zahn- und Munderkrankungen. Deshalb sollte bei schmerzempfindlichen Zähnen unbedingt der Zahnarzt kontaktiert werden.

Keine verschiedenen Metalle im Mund?

Verschiedene Metalle im Mund (z.B. Gold und Amalgam) können dann problematisch werden, wenn sie direkten Kontakt miteinander haben. Dies geschieht, wenn sie nebeneinander oder direkt aufeinander liegen. Minderwertige Füllungsbestandteile wie Zink und Kupfer wandern zum Beispiel zur Goldlegierung ab und begünstigen den Abbauprozess.
Die metallischen Zahnersatzmaterialien können auch zu galvanischen Strömen zwischen diesen Materialien führen. Unser Speichel ist ein Elektrolyt, also ein Stoff, der elektrische Ströme weiterleitet. Gelegentlich wird diese Strombildung gespürt, es kann infolge zu Geschmacksstörungen, Schwindel, Zungenbrennen oder Tinnitus kommen. Vermeidbar sind derartige Probleme nur durch die Verwendung metallfreier Materialien.

Warum kein Amalgam?

Amalgam ist eine Mischung aus Zinn-Silber-Kupfer-Pulver und Quecksilber. Es ist ein preisgünstiger, verhältnismäßig einfach zu verarbeitender und dauerhafter Füllungswerkstoff. Trotzdem gibt es auch einige Nachteile beim Einsatz dieses Materials:

  • Ästhetisch unbefriedigende Farbgestaltung

  • Spaltenbildung

  • Unterfüllung nötig

  • Umweltbelastung

  • Gesundheitliche Gefährdung des Zahnarztes bei nicht sachgemäßer Verarbeitung

  • Potenzielle allergische und toxische Gefährdung durch die – wenn auch geringe – Belastung des Organismus mit Quecksilber

Bedenken bestehen bei Patienten mit Nierenschäden, Quecksilberallergikern, Schwangeren, Stillenden und Kindern bis sechs Jahren. Hier sollte auf Alternativen zurückgegriffen werden. Amalgam sollte auch bei initialen Läsionen (oberflächliche, auf den Zahnschmelz beschränkte Karies) nicht zum Einsatz kommen. Bei Wurzelfüllungen ist es ebenfalls nicht optimal, da das Material direkten Kontakt zum Knochengewebe hat. Auch bei Aufbaufüllungen unter gegossenen Kronen sollte man eine Kunststofffüllung bevorzugen.  Durch das Aufeinandertreffen zweier verschiedener Metalle könnte schließlich elektrische Strombildung initiiert werden.

Welche Alternativen zu Amalgam gibt es bei Zahnfüllungen?

Kunststoff-Füllungen
Kunststoff-Füllungen bestehen zu 60-70 Prozent aus Glas- und Quarzteilchen und zu 30-40 Prozent aus bestimmten Kunststoffen. Diese Füllung ist zuerst weich und kann so gut in die Zähne eingefüllt werden. Die Verträglichkeit ist grundsätzlich sehr gut und auch ihre Haltbarkeit gilt als dauerhaft. Sie sind zahnfarben und daher auch weniger auffällig.

Gold-Füllungen
Einlagefüllungen (Inlays) aus Gold zählen zu den bewährtesten Zahnfüllungen. Ein im Dentallabor angefertigtes Inlay kann präzise für unterschiedlichste Zahnformen und in verschiedenen Größen hergestellt werden. Gold ist ein körperverträgliches und langlebiges Material. Allergien auf hochgoldhaltige Legierungen sind äußerst selten.

Keramik-Füllungen
Inlays aus Vollkeramik gelten im Seitenzahnbereich heute als die ästhetisch schönste Alternative zum Amalgam. Vollkeramik ist ein sehr verträgliches und hochwertiges Material. Keramik-Füllungen werden im zahntechnischen Labor hergestellt und in den Zahn eingeklebt oder einzementiert. Dabei lässt sich eine praktisch „unsichtbare", farbgenaue Rekonstruktion des Zahnes erzielen.

 

Zähneputzen ... aber wann?

Zum kleinen Zahnpflege 1x1 gehört das Zähneputzen möglichst nach jeder Hauptmahlzeit, zumindest aber morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Wichtig: Nach dem Verzehr von so genannten sauren Lebensmitteln (beispielsweise Obst, Salat, Fruchtsäften, Softdrinks oder Joghurtprodukten) sollte mit dem Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde gewartet werden. Ohne die Wartezeit würde beim Zähneputzen der Zahnschmelz, die natürliche Schutzschicht der Zähne, angegriffen.

Wie verwendet man Zahnseide richtig?

Verwenden Sie Zahnseide und Interdental-Bürste stets abends vor dem Zähneputzen.
Benutzen Sie für jeden Zahnzwischenraum einen frischen Abschnitt der Zahnseide, indem Sie eine Schlinge des Fadens vom linken Mittelfinger zum rechten wickeln.
Während der Verwendung von Zahnseide kann es vereinzelt zu leichten Zahnfleischblutungen kommen. Befragen Sie in solchen Fällen bitte Ihren Zahnarzt, um Entzündungen und Anwendungsfehler auszuschließen.

Tipps und Tricks für richtiges Fädeln
Wie Sie den Umgang mit Zahnseide ganz einfach lernen können

 

Interdentalpflege - womit?

  

Die Reinigung der Zahnzwischenräume ist entscheidend, denn dort können im Verborgenen Karies und später Parodontitis entstehen. Am effizientesten lässt sich die Plaque mit Interdentalbürsten der neuen Generation beseitigen – einfach und schonend. Bei täglicher Anwendung lassen Zahnfleischbluten und Mundgeruch schon nach wenigen Tagen deutlich nach.

Welche Arten von Zahnersatz gibt es?

Dass ein Zahnersatz nötig wird, kann verschiedene Ursachen haben. Je nach Erfordernis gibt es verschiedene Formen des Zahnersatzes:

Krone
Wenn ein Zahn so starke Substanzverluste aufweist, dass er durch eine Füllung nicht mehr funktionsgerecht aufgebaut werden kann, wird eine Krone erforderlich.
Man unterscheidet zwischen Metallkeramikkronen und Vollkeramikkronen.

Brücke
Wenn ein Zahn fehlt oder nicht mehr durch eine Krone gerettet werden kann, muss die Lücke geschlossen werden, damit die Nachbarzähne nicht in den Freiraum wandern. Dies geschieht mit einer Brücke, abnehmbarem Zahnersatz oder Implantaten. Bei Brücken wird ein künstlicher Zahn (pontic) zwischen den Nachbarzähnen befestigt. Die Zähne, die das Brückenglied tragen, nennt man Brückenpfeiler.

Teilprothese
Im Gegensatz zur festsitzenden Brücke sind Teilprothesen herausnehmbar. Auch sie können nur bei Personen eingesetzt werden, die noch genügend gesunde Zähne besitzen.

Zähne härten mit Fluorid

In Verbindung mit Speichel fördert Fluorid die Härtung der Zähne. So werden die Zähne widerstandsfähiger gegen aggressive Säuren, die von Plaque-Bakterien im Mund gebildet werden. Zwar ist Fluorid ein natürlicher Bestandteil der Nahrung, doch meist wird der tägliche Bedarf nicht allein über die Lebensmittel gedeckt.

Tipp Fluoridhaltige Zahnpasta, Fluorid-Gel oder -Lösung sind äußerst hilfreich, um den täglichen Fluorid-Bedarf zu decken. Auch das Kochen und Würzen mit fluoridhaltigem Speisesalz ist eine gute Möglichkeit.

Wie gefährlich ist Zahnfleischbluten und was kann dagegen getan werden?

Starke Rötungen des Zahnfleischs und Zahnfleischbluten sind Alarmsignale für eine beginnende Zahnfleischentzündung (Parodontitis). Unter Parodontitis verstehen wir die Erkrankung des Zahnhalteapparates, also des Zahnfleischs und Kieferknochens. Untersuchungen haben ergeben, dass über 80% der Bevölkerung an Erkrankungen des Zahnhalteapparates leiden. Nach dem 40. Lebensjahr gehen dadurch mehr Zähne verloren als durch Karies. Parodontitis entsteht, in dem sich bakterieller Zahnbelag entzündet. Das Zahnfleisch rötet sich, schwillt an und blutet. Dadurch entstehen immer tiefere entzündete Zahnfleischtaschen. Schließlich bilden sich Zahnfleisch und Kieferknochen zurück. Dadurch verlieren die Zähne ihren Halt und fallen aus.

Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass durch Parodontitis auch andere Organe sowie die Herzkranzgefäße geschädigt werden können.

Einer beginnenden Zahnfleischentzündung können wir durch ein professionelles Prophylaxeprogramm entgegen wirken. Eine bereits fortgeschrittene Parodontitis kann durch moderne Parodontologie und Chirurgie aufgehalten werden. In vielen Fällen lassen sich Kieferknochen und Zahnfleischgewebe wieder aufbauen. So bekommen Zähne wieder festen Halt. Dank dieser Behandlungen können viele Patienten vor Zahnverlust und Prothese bewahrt werden.

Gesunde Zähne
Keine Plaque, blassrosa-farbenes ZahnfleischZahnfleischbluten, Plaque, Entzündung
Plaque greift das Zahnfleisch an. Alarmsignal: Zahnfleischbluten. Das Zahnfleisch entzündet sich, ohne zu schmerzen (Gingivitis)Parodontitis
Es kommt zur Bildung von Zahnfleischtaschen, Knochenabbau und ZahnlockerungFortgeschrittene Parodontitis
Entzündungen mit fortgeschrittenem Knochenabbau - es droht Zahnverlust

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Mundgeruch?

Bei Mundgeruch muss zwischen zeitweisem Mundgeruch (z.B. nach dem Verzehr bestimmter Nahrungs- und Genussmittel) und permanentem Mundgeruch unterschieden werden.

Die Ursache von permanentem Mundgeruch sind chemische Abbauprozesse im Mund, die durch Bakterien entstehen. Durch die Intensivierung der Mundhygiene, Maßnahmen zum Abbau der Bakterienzahl in der Mundhöhle und die professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis kann Mundgeruch in den meisten Fällen wirkungsvoll bekämpft werden. Der Einsatz von speziellen Mundspüllösungen und die Anwendung eines Zungenschabers unterstützen die Therapie gegen Mundgeruch.